Symptom erkennen – Ursache verstehen – richtig handeln
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Eine gut geplante Wärmepumpe läuft effizient, leise und zuverlässig. Diese sieben Punkte entscheiden über den Erfolg der Installation.
Die korrekte Auslegung der Wärmepumpe beginnt mit einer Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Eine zu groß gewählte Anlage taktet ständig ein und aus – das schadet dem Kompressor und verschlechtert die Effizienz. Eine zu kleine Anlage schafft an kalten Wintertagen die Heizlast nicht. Wir führen die Berechnung vor der Angebotsstellung durch.
Mindestabstände sind keine Formalität: Die Außeneinheit sollte mindestens 3 Meter von Nachbargrundstücken und Schlafzimmerfenstern entfernt stehen. Eingewachsene oder umbaute Aufstellorte blockieren die Luftzufuhr und senken den JAZ erheblich. Der Aufstellort wird bei der Planung mit Ihnen vor Ort festgelegt.
Moderne Wärmepumpen erzeugen im Betrieb 40–55 dB(A) – vergleichbar mit einem ruhigen Gespräch. Entscheidend sind Körperschallübertragung durch das Fundament und ungünstige Reflexionen an Wänden oder Einfriedungen. Das Fundament muss entkoppelt sein, der Nachtbetrieb sollte schallreduziert laufen (22–6 Uhr).
Die Wärmepumpe benötigt einen eigenen Stromkreis – je nach Leistungsklasse einphasig (bis ca. 3,5 kW) oder als Drehstrom (400 V). Prüfen Sie frühzeitig, ob Ihr Hausanschluss und Ihr Zähler ausreichend dimensioniert sind. Bei Kombination mit einer PV-Anlage empfiehlt sich ein SG-Ready-Anschluss für smarte Steuerung.
Wärmepumpen arbeiten am effizientesten bei niedrigen Vorlauftemperaturen – ideal 35–45 °C. Altbauten mit klassischen Heizkörpern wurden oft für 70–80 °C ausgelegt. Es ist zu prüfen, ob vorhandene Heizkörper größer dimensioniert oder durch Flächenheizung ergänzt werden müssen. Ein hydraulischer Abgleich ist Pflicht.
Für einen 4-Personen-Haushalt sind 200–300 Liter Speichervolumen empfehlenswert. Der Speicher wird durch die Wärmepumpe auf 55–60 °C aufgeheizt; regelmäßige Legionellenschutzläufe auf 60 °C sind einzurichten. Ein zu kleiner Speicher führt zu häufigen Nacherwärmungszyklen und erhöhtem Verschleiß.
Bei sehr tiefen Außentemperaturen (typisch ab –5 bis –10 °C) sinkt die Leistung von Luft-Wärmepumpen. Hier greift eine Zusatzheizung (elektrischer Heizstab oder Gasbrennwert) ein – das nennt sich Bivalenzpunkt. Gut geplante Anlagen decken über 95 % des Jahreswärmebedarfs allein mit der Wärmepumpe ab.
Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) können Sie bis zu 70 % der Investitionskosten gefördert bekommen – je nach Ausgangssituation und Einkommen.